Jiu Jitsu in Deutschland


Jiu Jitsu in Deutschland / Europa

Der Deutsche Hofrat Dr. Erwin Otto Eduard von Baelz 1849 - 1913, welcher als Dozent der Medizin an der Universität in Tokio beschäftigt war, bekam den Auftrag eine Form der Körperertüchtigung für die japanischen Studenten zu entwickeln. Hofrat Dr.Baelz nahm zu dieser Zeit selbst Unterricht bei Sakakibara Kenkichi von der Jiki Shinkage Ryu (1580 - Bujutsu Schule die sich aus der Kashima Shinto Ryu entwickelte) und empfand die erlernten Techniken für besonders geeignet als Körperertüchtigung.

 

 

 

 

 

JuJutsu in Europa

In Europa wurde Jujitsu um die Jahrhundertwende bekannt. Der wichtigste uns "noch" bekannte Lehrer dürfte wohl Katsukuma Higashi gewesen sein, er war ein direkter Schüler von Jigoro Kano. Katsukuma Higashi (Bild) schrieb zusammen mit Irving Hancock zwei Jujitsu Bücher, die im Jahr 1905 in englisch, französisch und deutsch auf dem Markt erhältlich waren. Er lehrte Kano Jujitsu (Kodokan Jujitsu) u.a. in Deutschland und später in England. Higashi Katsukuma vertrat ein sehr Kampfbezogenes, ursprüngliches Jujitsu. Er stellte sich vielen Herausforderungen u.a. von Boxern und Ringern.

 

 

 

 

 

 

 

Deutsche Pionierarbeit

Der Kampfbegeisterte Erich Rahn sah den japanischen Kämpfer Katsukuma Higashi im Zirkus Schumann am Schiffbauerdamm in Berlin, wie er in Sekundenschnelle einen größeren und stärkeren Mann durch Jujitsu Techniken zu Boden zwang. Erich Rahn überredete Higashi ihm Unterricht in Jujitsu zu geben. Er war der erste Deutsche der 1906 eine Jiu-Jitsu Schule eröffnete. Später nannte man Erich Rahn, den "Meister der 1000 Jiu-Jitsu Griffe", er galt als der beste Kämpfer Europas.